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Alle wichtigen Infos über Gletscherkraftwerke

Ein Gletscherkraftwerk ist ein spezielles Wasserkraftwerk, das die potenzielle Energie des Schmelzwassers aus einem Gletscher nutzt, um diese in elektrische Energie umzuwandeln. Solche Hochdruckanlagen können nur im Hochgebirge oder in Polargebieten in einer Höhe von 1.000 bis 3.000 Metern errichtet werden. Aufgrund der Dichteanomalie des Wassers, friert der angezapfte Gletschersee immer von oben nach unten zu. Aus diesem Grund kann der See bei Bedarf immer wieder erneut angezapft werden.

Wie funktionieren Gletscherkraftwerke?

Die treibende Kraft bei der Generierung von elektrischer Energie ist hier das Schmelzwasser eines Gletschers. Die tiefste Stelle eines Gletschersees wird auf horizontaler Ebene angebohrt und das enthaltene Wasser mithilfe eines Rohrsystems abgezapft. Hier wird die potenzielle Energie des Schmelzwassers wichtig: Das Wasser wird aus seiner erhöhten Position abgezapft, fließt durch das Rohrsystem nach unten und gelangt früher oder später in das Maschinenhaus, in dem sich eine Turbine befindet. Diese Turbine wandelt die potenzielle Energie des Wassers in mechanische Arbeit um. Die mechanische Arbeit wird dann mithilfe einer elektrischen Maschine in Strom umgewandelt.

Welche Probleme können auftreten?

Wenn der Gletschersee angezapft wird, gelangt nicht nur Wasser durch die Rohre, sondern auch Sedimente wie beispielsweise Sand und Kies. Wenn diese Sedimente ungefiltert in das Gletscherkraftwerk gelangen, kann es zur Beschädigung der Anlage kommen. Solche Gefahren müssen bei der Konstruktion der Anlage bedacht werden.

Des Weiteren müssen sowohl das Kraftwerk als auch die Besatzung, die den Betrieb aufrechterhält, an die klimatischen Bedingungen im Hochgebirge bzw. im Polargebiet angepasst sein. Insbesondere Robustheit gegenüber Kälte und Eis spielt hier eine wichtige Rolle.

Ein weiteres Problem ist der Umweltschutz. Der Bau eines Gletscherkraftwerks stellt einen nicht unerheblichen Eingriff in die Natur ein. Das ist übrigens einer der Hauptgründe, weshalb es aktuell nur sehr wenige Gletscherkraftwerke gibt.

Beispiel für ein Gletscherkraftwerk

Das erste Gletscherkraftwerk, das im Jahr 2007 auf unserem Planeten errichtet wurde, befindet sich in Island am Vatnajökull-Gletscher. Hier wird das Schmelzwasser des Gletschers mithilfe eines Stausees gespeichert und bei Bedarf in elektrische Energie umgewandelt. Das Kraftwerk weist eine Leistung von 690 MW auf.

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