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Deutsche Verbraucher müssen mehr als nötig für Strom zahlen

07.07.2015 – Viele Gewerbekunden profitieren von Sonderregelungen bei den Stromnetzgebühren, ohne die Netzbetreiber wesentlich zu entlasten. Private Stromverbraucher müssen hingegen die Differenz stemmen und zahlen jährlich viele Millionen Euro zu viel.

Wie unter anderem FAZ und Handelsblatt berichten, geht aus einem Bericht der Bundesnetzagentur an das Bundeswirtschaftsministerium hervor, dass die Sonderregelungen für Gewerbekunden in puncto Stromnetzgebühren nicht den gewünschten Effekt mit sich bringen. Unternehmen haben die Möglichkeit sich zu einem Teil oder sogar vollständig von den Netzkosten befreien zu lassen, wenn sie zu Zeiten mit vergleichsweise geringer Nachfrage (beispielsweise nachts) Strom verbrauchen. In der Theorie soll dies zu einer Entlastung des Stromnetzes führen.

Tatsächlich haben bereits viele tausend deutsche Unternehmen von der Regelung gebraucht gemacht. Das Problem, das die Bundesnetzagentur sieht: Der Beitrag, der so zu einer Stabilisierung der Netze geleistet wird, fällt minimal aus. So gibt es zahlreiche Branchen (etwa Bäckereien) die ohnehin vornehmlich nachts Energie verbrauchen und damit keineswegs ihr Verbrauchsverhalten ändern. Im Bericht der Bundesnetzagentur ist entsprechend von „Mitnahmeeffekten“ die Rede. Es gibt allerdings durchaus auch Unternehmen, die ihren Stromverbrauch flexibilisiert haben.

Insgesamt profitieren deutsche Gewerbekunden auf diese Weise von Erleichterungen in einer Höhe von 600 Millionen Euro. Dieser Betrag muss von den übrigen Stromkunden gestemmt werden, sodass sich der Strompreis für private Verbraucher erhöht. Der Strompreis setzt sich zu etwa einem Fünftel aus Leitungskosten zusammen.

Laut Bundesnetzagentur könnten die Entlastungen für Unternehmen – und damit die Belastungen für private Stromkunden – sogar noch weiter steigen. So bemühen sich beispielsweise auch Bahnunternehmen, die Sonderregelung in Anspruch nehmen zu dürfen. Inwiefern und ob die Bundesregierung Nachbesserungen an der Sonderregelung vornehmen wird, ist noch unklar.

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