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Die Geschichte des Stroms

Unsere moderne Gesellschaft ist schon seit langem abhängig von Strom und könnte ohne all die kleinen und großen Erfindungen und Entdeckungen, die zu unserem heutigen Stromnetz geführt haben, in dieser Form nicht existieren. Die Entdeckung der elektrischen Ladung und die Einführung flächendeckender Stromnetze erscheinen dabei in erster Linie als Kind der Moderne. Aber wie genau sah der Weg hin zu einer „erleuchteten“ Welt eigentlich aus? Kennen Sie die wichtigsten Stationen der Geschichte des Stroms?

Die Geschichte des Stroms

Wussten Sie beispielsweise, dass die Anfänge der menschlichen Kenntnis über elektrische Ladung schon in der Antike zu finden sind? Wir haben die wichtigsten Entwicklungsstationen der Geschichte des Stroms aufgesucht und zusammengefasst.

Die Anfänge des Stroms in der Antike

Es mag erstaunlich klingen, aber schon in der Antike beschäftigten sich Menschen mit den kuriosen Eigenschaften elektrischer Ladung. So gehen Historiker heute davon aus, dass bereits der griechische Philosoph, Mathematiker und Astronom Thales von Milet um etwa 550 v. Chr. Experimente durchführte, in deren Rahmen er die Kräfte, die von der elektrischen Ladung ausgehen, beobachten konnte. So entdeckte Thales von Milet, dass ein Bernstein in der Lage ist leichte Gegenstände anzuziehen, wenn er zuvor mit einem Tuch oder an einem trockenen Fell gerieben worden ist. Im Experiment konnte der so präparierte Bernstein eine anziehende Wirkung auf Haare und Vogelfedern entfalten. Unser heutiges Wort „Elektrizität“ verweist übrigens genau auf diese antike Entdeckung. So leitet sich der Begriff vom griechischen Wort „elektron“ ab, was übersetzt „Bernstein“ bedeutet.

Auf den Spuren der Elektrizität: Das Zeitalter der Entdeckungen

Von der Antike zu einem tiefergreifenden Verständnis der Elektrizität oder gar der Möglichkeit der Stromerzeugung war es noch ein weiter Weg. Das Mittelalter interessierte sich kaum für die Effekte der Ladung, sodass über einen Zeitraum von fast zwei Jahrtausenden kaum nennenswerte Entdeckungen zum Wesen der elektrischen Ladung gemacht wurden – zumindest keine, die uns überliefert wurden. Das Interesse der Menschen an den Eigenschaften und Möglichkeiten des Stroms erwachte erst wieder in der Neuzeit. Hier kannte die Neugier jedoch über weite Strecken kein Halten mehr.

Meilensteine der Stromgeschichte in der Neuzeit

Seit dem frühen 17. Jahrhundert rückte das Interesse an den Eigenschaften elektrischer Ladung wieder ins Bewusstsein engagierter Naturforscher. Die Zeit einiger der wichtigsten Entdeckungen und Erfindungen auf dem Gebiet der Elektrizität war gekommen. Im folgenden einige der wichtigsten Meilensteine der Stromgeschichte, die bis zum frühen 19. Jahrhundert erreicht worden sind.

1600 – Die Geburtsstunde der Elektrizität

Um das Jahr 1600 – gut zwei Jahrtausende nach den Entdeckungen des Thales von Milet – interessierte sich der Brite William Gilbert wieder für die merkwürdigen anziehenden Eigenschaften des Bernsteins, die dieser unter gewissen Bedingungen zeigte. Im Gegensatz zu Thales von Milet, der keine vernünftige Erklärung der Ergebnisse seiner Experimente fand, stellte Gilbert verschiedene Thesen und Theorien auf, die dessen Bernstein-Experimente erklären sollten. Dabei führte er unter anderem den Begriff der „Elektrizität“ ein. Seine Forschung gilt als wichtige Grundlage für alle nachfolgenden Entdeckungen.

1672 – Die Erfindung des ersten Generators

Das Jahr 1672 markierte einen weiteren Meilenstein in der Geschichte der Stromerzeugung, dessen Bedeutung gar nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. So gelang es dem deutschen Physiker Otto von Guericke eine Maschine zu entwickeln, die in der Lage war elektrische Ladung zu erzeugen. Diesen ersten Generator der Geschichte nannte von Guericke „Elektrisiermaschine“. Sie bestand in erster Linie aus einer drehbaren Schwefelkugel, mit der Funken erzeugt werden konnten.

1733 – Die Arten der Ladung werden entdeckt

Dass es positive und negative Ladung gibt, bekommen Kinder heute schon früh in der Schule vermittelt. Erstmals entdeckt wurden die beiden Ladungsarten von dem französischen Wissenschaftler du Fay.

1745 – Der erste Kondensator erblickt das Licht der Welt

Das Jahr 1745 sollte sich als weitere Sternstunde der Wissenschaft erweisen. So entwickelten die beiden Forscher von Kleist, ein deutscher Physiker, und der Niederländer von Musschenbroek etwa zeitgleich (allerdings unabhängig voneinander) den ersten Kondensator, der im Wesentlichen aus einer mit Alkohol gefüllten Flasche bestand, in die ein Nagel gesteckt wurde und mit einer Stromquelle verbunden werden konnte. Bekannt wurde dieser Kondensator unter dem Namen „Leidener Flasche“ oder „Kleistsche Flasche“. Die Erfindung inspirierte viele weitere Forscher und wurde in den folgenden Jahren mehrfach weiterentwickelt und verbessert.

1752 – Zähmung der Naturgewalt: Benjamin Frankling erfindet den Blitzableiter

Noch heute ist uns der Name „Benjamin Franklin“ ein Begriff. Nicht nur, weil der Nordamerikaner ein begnadeter Staatsmann war, der heute als einer der Gründerväter der Vereinigten Staaten gilt, sondern in erster Linie auch für sein berühmt gewordenes Drachenexperiment. Während ein Gewitter aufzog, ließ Frankling einen Drachen steigen, der mit einer Schnur und einem Schlüssel am Boden befestigt worden war. Ein entstehender Funkenflug bestätigte schließlich Franklins Theorie, dass Blitze etwas mit Elektrizität zu tun haben. Er hatte den ersten Blitzableiter der Geschichte erfunden.

1786 – Galvani und die mysteriöse Kraft der „tierischen Elektrizität“

Im Jahr 1786 experimentierte der Italiener Galvani mit den Auswirkungen der Elektrizität auf tote Tiere – genauer gesagt auf Froschbeine. In seinen berühmt gewordenen Experimenten stellte er fest, dass die Muskeln von Froschbeinen, die mit einem Metallmesser berührt wurden, zu zucken begannen. Das eigentümliche Phänomen beschrieb Galvani als „tierische Elektrizität“, ohne die Hintergründe des Geschehens jedoch zutreffend erklären zu können. Tatsächlich beruhten die Zuckungen der Froschmuskeln auf dem Stromfluss, der zwischen Messer und Zinkunterlage der Froschbeine herrschte.

Auf dem Weg in die Moderne: Die technische Nutzung des Stroms beginnt

Die eigentliche technische Nutzung des elektrischen Stroms begann im 19. Jahrhundert. Eine ganze Reihe schlagartig aufeinanderfolgender Erfindungen ebnete den Weg in die Moderne. Den Anfang machte Alessandro Volta im Jahr 1800. Er führte die Galvanischen Experimente weiter und entwickelte schließlich den ersten Vorläufer der modernen Batterie. Dieser bestand aus – durch eine mit Salzlösung vollgesogene Pappscheibe voneinander getrennten – Kupfer- und Zinkscheiben. In den folgenden Jahrzehnten sollte Volta die Theorie des elektrischen Stroms maßgeblich weiterentwickeln und nicht zuletzt auch die Elektrolyse von Wasser entdecken.

Nun ging es Schlag auf Schlag. Innerhalb weniger Jahrzehnte wurden zahlreiche wichtige Entdeckungen und Erfindungen gemacht. So wurde beispielsweise der erste Elektromotor konstruiert, der Zusammenhang zwischen Magnetismus und elektrischem Strom entdeckt, das berühmte Ohmsche Gesetz aufgestellt, die Wirkungsweise der Induktion beschrieben, erste Glühlampen konstruiert, Telegrafenverbindungen zwischen Europa und den USA eingerichtet und die erste Dynamomaschine gebaut.

Ein weiterer markanter Einschnitt in der Geschichte des Stroms erfolgte schließlich durch Thomas Edison. Die Produktivität des amerikanischen Erfinders und Unternehmers war schlicht atemberaubend. Im Laufe seines Lebens sollte er weit über 1000 Patente einreichen. Seine Verbesserungen der Glühlampe sorgten maßgeblich für deren weitere Verbreitung. Unzählige Erfindungen Edisons gelangten zur Marktreife und sorgten damit für eine rasante Verbreitung der Stromversorgung öffentlicher Einrichtungen und privater Haushalte.

Legendär ist auch der zwischen Thomas Edison und dem US-amerikanischen Erfinder George Westinghouse 1890 entbrannte „Stromkrieg“, bei dem es um die Vor- und Nachteile von Gleich- und Wechselspannung ging. Während Edison Gleichspannung favorisierte, trat Westinghouse für Wechselspannung ein, da er hierin die bessere Technik zu einer flächendeckenden Versorgung der USA mit Strom sah. Auch der zunächst bei Edison angestellte, berühmte Erfinder Nikola Tesla schlug sich auf die Seite von Westinghouse. Der Stromkrieg fiel letztlich zu Gunsten Westinghouses und der Wechselspannung aus. Edison gestand sein Engagement für den Gleichstrom Jahre später als schweren Fehler ein.

Mit dem Ende des Stromkriegs stieg die Stromversorgung rasant an. Weltweit wurden in den folgenden Jahrzehnten unzählige Kraftwerke errichtet und Stromnetze ausgebaut. Eine wahre Flut an Erfindungen, die mit elektrischem Strom funktionierten und uns noch heute das Leben erleichtern, kam auf den Markt. Auch die Kraftwerke wurden bis heute immer leistungsstärker. Zudem wurden zahlreiche neue Wege der Stromgewinnung entwickelt. So ist seit einigen Jahrzehnten ein Trend hin zur Stromerzeugung aus regenerativen Energien erkennbar. Wir dürfen gespannt sein welche Erfindungen die Zukunft für uns bereithält.

Solarkraftwerke im Weltall? Ein Blick in die Zukunft

Man dürfte sich nicht allzu weit aus dem Fenster lehnen, wenn man behauptet, dass die Zeit der großen Erfindungen bei der Stromerzeugung noch nicht vorbei ist. Schon heute wird fieberhaft an neuen Technologien geforscht, von denen nicht wenige überaus zukunftsträchtig erscheinen. Das Ende der Fahnenstange dürfte etwa im Bereich der Nutzung von Solarenergie noch längst nicht erreicht sein. Die Königsdisziplin: Die Nutzung der Sonnenenergie direkt vom Weltraum aus, wo sie in unbegrenzten Mengen zur Verfügung steht. Gigantische Solarkraftwerke im Weltraum könnten in nicht allzu ferner Zukunft die Energieversorgung der Erde sichern. Das bislang größte Problem an entsprechenden Weltraum-Kraftwerken liegt übrigens darin den hier erzeugten Strom auf die Erde zu transportieren. Zumindest über eine Distanz von 500 Metern ist es japanischen Forschern allerdings bereits gelungen Strom in Mikrowellen umzuwandeln und wieder aufzufangen – ein Verfahren, das irgendwann auch für einen Transport von im Weltraum erzeugtem Strom zur Erde genutzt werden könnte.

Aber auch zahlreiche weitere kühne Visionen könnten in absehbarer Zukunft Realität werden. Weltweit gibt es unzählige ambitionierte Projekte, die die Art unserer Stromgewinnung und –nutzung maßgeblich verändern könnten. Um nur ein Beispiel zu nennen: Das amerikanische Startup Solar Roadways hat sich zum Ziel gesetzt Straßen mit eingebauten Solarzellen zu bauen. Die in die transparente, aus Panzerglas bestehende, Fahrbahn eingelassenen Solarpanele könnten große Mengen an Strom erzeugen. Dieser könnte unter anderem dafür genutzt werden die Fahrspuren zu beleuchten.

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