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Strom-Sozialtarife – Alternative für Geringverdiener?

In den letzten Jahren ist der Strompreis massiv gestiegen – und ein Ende der steigenden Preise ist nicht in Sicht. Mit den stetig zunehmenden Energiekosten wurde jüngst auch der Ruf laut, einkommensschwache Haushalte zu entlasten – etwa mit Sozialstrom. Ein Konzept, über das auf so mancher Plattform schon rege diskutiert worden ist, mit dessen Einführung allerdings zweifelsohne so manche Widrigkeit verbunden wäre.

Portmonnee
Sind Strom-Sozialtarife eine Alternative für Geringverdiener?

Warum Strom-Sozialtarife?

Der Grund für den Ruf nach Strom-Sozialtarifen liegt auf der Hand. Die zuletzt stark gestiegenen Strompreise haben nicht unerhebliches Loch in die Haushaltskasse einkommensschwächerer Verbraucher gerissen. Die Idee: Wer wenig verdient, soll dazu berechtigt sein Strom zu besonders günstigen Preisen zu beziehen – eben in Form von Sozialstrom. Doch so leicht nachvollziehbar diese Idee im ersten Moment auch klingen mag, es gibt gewichtige Gründe, die gegen eine Umsetzung von Strom-Sozialtarifen sprechen.

Kritik an Strom-Sozialtarifen

Die Liste an Kritikpunkte, die gegen Strom-Sozialtarife vorgebracht werden kann, ist lang. Im Folgenden wollen wir uns auf vier der am häufigsten genannten Argumente beschränken:

  • Sozialpolitik ist Aufgabe des Staates: Stromversorger wehren sich verständlicherweise gegen die Einführung von Strom-Sozialtarifen. Sie argumentieren unter anderem, dass die Sozialpolitik Staatsaufgabe ist und nicht in die Hände von Unternehmen gelegt werden sollte. Kein leicht von der Hand zu weisendes Argument, gerade, wenn man bedenkt, dass sich ein Großteil des Strompreises ohnehin aus staatlichen Abgaben zusammensetzt.
  • Wettbewerbsverzerrung: Zudem dürfte die verpflichtende Einführung von Strom-Sozialtarifen zu Wettbewerbsverzerrungen führen. Während einige Stromversorger die Mehrbelastung durch die Einführung entsprechender Tarife problemlos stemmen können dürfte, werden gerade kleinere Unternehmen Schwierigkeiten damit haben.
  • Probleme bei der Umsetzung: Die Umsetzung eines Strom-Sozialtarifs dürfte sich als überaus schwierig erweisen. Seit der Liberalisierung des Strommarktes gibt es schließlich keinen Grundversorger mehr, der alleine für die Stromversorgung eines bestimmten Gebiets zuständig ist. Vielmehr stehen heute viele Stromunternehmen in einem regen Wettbewerb zueinander. Die Einführung eines einheitlichen Sozialtarifs für sämtliche Stromversorger ist somit nur schwer umsetzbar und könnte auch den Wettbewerb behindern.
  • Sinnhaftigkeit: Ein weiteres Argument gegen die Einführung von Strom-Sozialtarifen zielt auf deren Sinnhaftigkeit ab. Ein Strom-Sozialtarif wäre nur dann sinnvoll, wenn es für Verbraucher keine günstigere Alternative zu ihrer jetzigen Situation gibt. Tatsächlich steht es aber allen Verbrauchern frei jederzeit ihren Stromversorger zu wechseln und einen günstigeren Tarif in Anspruch zu nehmen. In den meisten Fällen ist ein Wechsel zu einem günstigeren Anbieter auch problemlos möglich. Dank der Konkurrenzsituation zwischen den Stromversorgern sind diese ohnehin bemüht ihren Kunden möglichst günstigen Strom anzubieten.

Gibt es schon Strom-Sozialtarife?

Auch wenn viele Gründe gegen die flächendeckende Einführung von Strom-Sozialtarifen sprechen, gibt es regional einige Anbieter, die mit Strom-Sozialtarifen werben. Anspruch auf einen entsprechenden Tarif haben beispielsweise Verbraucher, die eine Befreiung von der GEZ-Gebühr vorweisen können. Allerdings sind Laufzeiten und Anzahl der Verträge entsprechender Strom-Sozialtarife meist eng begrenzt. Hinzu kommt, dass es bei konkurrierenden Anbietern zum Teil durchaus „normale“ Tarife gibt, die günstiger als der sogenannte „Strom-Sozialtarif“ des jeweiligen Anbieters sind, was diesen letztlich ad absurdum führt.

Fazit: Die Macht der Verbraucher

Die Einführung von Strom-Sozialtarifen dürfte wirtschaftlich und sozial kaum Vorteile mit sich bringen. Verbraucher, die unter den hohen Strompreisen leiden, sind aktuell wesentlich besser damit beraten ihre Kosten auf eigene Faust zu senken. Möglich ist das beispielsweise mit der konsequenten Umsetzung von Energiesparmaßnahmen im Haushalt. Eine ausführliche Liste mit sinnvollen Energiespartipps haben wir gratis für Sie zusammengestellt. Zudem lassen sich durch die Durchführung eines Strompreisvergleiches und den Wechsel in einen günstigeren Tarif jährlich nicht selten dreistellige Beträge sparen.

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